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Ratgeber > Trauerfloristik und Pflanzensymbolik

TRAUERFLORISTIK UND PFLANZENSYMBOLIK

Wie seit Jahrtausenden der Kranz (Kreis) als Symbol für die Unendlichkeit steht, so haben auch Blumen eine symbolische Bedeutung und stehen für die Liebe, Freude, für Mitgefühl und Trauer. Rituale und Symbole schaffen Übergänge, machen wahrnehmbar, setzen Zeichen mit Sinn. Viele Bräuche und Sinnbilder sind überliefert, sind aber auch je nach Religion und Kultur von unterschiedlicher Bedeutung. Die Königsblume aber, die Rose, gilt in vielen verschiedenen Kulturen der Welt als Symbol der Liebe.

So symbolisiert die blaue Blume Leben und Tod. Sie steht für die Vergangenheit und Gegenwart, für Körper und Seele, für Sehnsucht und Liebe und für die Unendlichkeit.

Die Anemone ist die Blume der Winde. ( „Anemos“ =Wind/Windhauch) Die Legende sagt, die Anemone sei aus den Tränen der Aphrodite entstanden, als sie den Tod ihres geliebten Adonis beweinte.

Die Chrysantheme wird mit Erinnerung verknüpft. Sie gilt als das Symbol des einfachen Daseins, als goldene Blume aus dem Land der aufgehenden Sonne und laut chinesischer Herkunft als Zierde des Herbstes. Zu Allerseelen und Allerheiligen werden die Gräber traditionell mit ihr geschmückt.

Im Mittelalter war die Nelke ein Symbol für die Gottesmutter Maria. Die Nelke steht wie die Rose symbolisch für die Liebe über den Tod hinaus.

Die Symbolpflanze der Königswürde, die Lilie, wurde wegen ihrer reinen Weiße schon seit dem frühen Altertum als Sinnbild der Reinheit und Unschuld gebraucht. Lilien strahlen mit solch edler und majestätischer Schönheit wie man es außer ihnen nur noch Rosen und dem Lotos zuschreibt. Ihr Maß an Schönheit wurde als überirdisch wahrgenommen „So schön, diese Lilie, die aus dem Grabe gewachsen“ schrieb Heinrich Heine, denn sie galt auch als Gruß an die zurückbleibenden Lebenden.

In der Antike war die Rose wegen ihrer Schönheit, Vergänglichkeit und ihres Duftes der Liebe und lt. Griechischer Mythologie dem „Land der Seligen“ zugeordnet. Sie war sowohl der griechischen Liebesgöttin Aphrodite als auch der römischen Venus geweiht.

Eine Rose zu überreichen oder auch auf ein Grab zu legen, bewirkt eine würdige Geste. Die Rose gilt in vielen verschiedenen Kulturen der Welt als das Symbol der Liebe.

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Hier finden Sie eine weitere kleine Auswahl der Sprache der Blumen und Pflanzen:

Anemone: Seele, Geist, Hoffnung und Vergänglichkeit

Aster: Gefühlvolle Erinnerung

Blaue Blume: Sehnsucht, Liebe, Unendlichkeit, Harmonie zwischen Vergangenheit und Gegenwart, Körper und Seele

Buchsbaum: Unsterblichkeit, Treue und Liebe über den Tod hinaus

Calla: Unsterblichkeit, Schönheit und Anerkennung

Chrysantheme: Schicksal, Erinnerung

Dahlie: Dankbarkeit, weiße Blüten: Dankbarkeit gegenüber den Eltern

Efeu: Unsterblichkeit, Leben und Tod

Gerbera: Traurigkeit

Ginster: Treue der Gefühle

Goldlack: Unsagbare Sehnsucht

Kornblume: Natur, Beständigkeit, Treue

Lavendel: Reinheit, Zuversicht

Lilie: Reinheit, Liebe und Vergänglichkeit, ewiges Licht

Lorbeer: Frieden und ewiges Leben

Lotus: Unsterblichkeit

Mimose: Tod, Leben und Unsterblichkeit

Mohnblume: Vergänglichkeit, Trost, Träume und ewiger Schlaf

Narzisse: Schlaf, Tod und Wiedergeburt

Nelke: Freundschaft und Liebe

Primel: Hoffnung

Rose: Liebe, Schönheit und Vergänglichkeit

Sonnenblume: Vergänglichkeit, Symbol des Paradieses

Stiefmütterchen: Dreieinigkeit und Erinnerung

Trauerweide: Geduld, Nachgiebigkeit, Weisheit

Tulpen: Liebe und echte Zuneigung

Veilchen: Treue, Hoffnung und Geduld

Vergissmeinnicht: Erinnerung, Abschied, wahre Liebe

Wacholder: Ewiges Leben

Zypresse: Tod, Trauer und Unsterblichkeit

Im Lauf der Jahrzehnte sind von den Gärtnern und Floristen viele Gestaltungsmöglichkeiten in der Grab- und Trauerfloristik entwickelt worden. Geschmackvolle Blumen– und Pflanzenarrangements haben immer Tradition und sind eine schöne Form des individuellen Ausdrucks.

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Vom Baum des Lebens

"Bäume sind Gedichte, die die Erde in den Himmel schreibt“
Khalill Gibran

Der Baum symbolisiert das Leben, verkörpert Himmel und Erde, ein immerwährendes Leben und einen unsterblichen Geist. Die Wurzel tief mit der Erde verbunden, neigt die Krone zum Himmel. Im Gleichnis zum menschlichen Leben steht der Baum mit seinen Wurzeln für die Verbundenheit und Heimat, mit seinem Stamm für die Mitte, Kraft und Stärke, und die Krone, die zum Himmel aufstrebt, steht für Wachstum, Wünsche und Hoffnung. Im Wandel der Jahreszeiten zeigt sich der Baum im Werden und Vergehen. Im Christentum gelten die Paradiesbäume dem Leben, Tod und der Auferstehung, der Sünde und Vergebung.

Der Baum überragt den Menschen und in der Verehrung vor der Natur hat ein Mensch vielleicht seinen Lieblingsbaum: einen Baum aus der Kindheit, einen mitten in der Allee, im eigenen Garten oder einen, der über die Grabstätte der Eltern wacht. Für welche Symbolik ein Baum auch immer steht, in jedem Fall spendet er Kraft im Leben.

Der Ahorn ist angebotene und empfangene Liebe, Leben und Werk, Sorgfalt und Balance, Zurückhaltung und Würde.

Die Birke wird mit Erfreulichem in Verbindung gebracht und gilt seit alters her als heiliger Baum und Symbol für Frühling, Jugend und Gesundheit.

„Die Buche sollst du suchen“ – sie steht für Neuanfang.

Die Eiche ist Symbol für die Ewigkeit.

Die Kastanie steht für vorübergehendes Leid, das sich bald in Glück und Freude wandelt.

Die Linde ist das Symbol ehrlicher Liebe, der Güte, Gastfreundschaft und Bescheidenheit.

Die Trauerweide steht für Weisheit und Schutz. Auch ist sie mit Romantik und Melancholie verzweigt und deshalb in vielen Gedichten zu finden.

Die Zypresse ist in der Mythologie Symbol und Attribut vieler Gottheiten und wird seit jeher mit Tod und Trauer verbunden.

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