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GRABARTEN

Grabarten für Erdbeisetzung

Wahl-/Familiengrab

Ursprünglich war der Besitz einer über Generationen Bestand habenden Grabstätte ein soziales Privileg. Seit Anfang des 18. Jahrhunderts wurde das Wahl-/Familiengrab angeboten, an dem jedermann ein Nutzungsrecht erwerben konnte. Damit wurden die Bedürfnisse einer aufstrebenden Mittelschicht von Beamten, Unternehmern, Kaufleuten und Angehörigen des Handwerks befriedigt. Kirchliche wie kommunale Friedhofsträger erkannten, dass das Familiengrab gegen hohe Gebühren abgegeben war und zur wirtschaftlichen Konsolidierung des Friedhofes beitrug. Das Familiengrab ermöglichte dem Nutzer die Wahl, wer in dieser Grabstätte beigesetzt werden sollte. Gleichzeitig erstreckte sich die Wahlmöglichkeit auf die Lage der Grabstätte. Ihre Grablagen befanden sich entweder entlang der Friedhofsmauer oder beidseits der Hauptwege. Entlang der Hauptwege wurden die Wahl- bzw. Familiengrabstätten dicht hinterpflanzt, um sie gegen die dahinterliegenden schlichten Reihengräber abzuschirmen. Schließlich räumte man den Besitzern von Familiengrabstätten viel weitergehende, beinahe unbeschränkte Gestaltungsmöglichkeiten beim Grabmal ein, im Gegensatz zu den strengen Auflagen bei den Reihengräbern.

Wahlgrab heute:

Synonyme: Sondergrab, Einzelgrab, Familiengrab, Kaufgrab, Gruft, Erdgrab, Vorzugsgrab

Vergabevoraussetzungen: Natürliche und juristische Personen können das Nutzungsrecht erwerben

Beisetzungsmöglichkeiten: Erdbestattung, auch übereinander (Tiefengrab), und/oder Aschebeisetzung

Beisetzungen pro Grab: Erdbestattung beziehungsweise Mischformen für Erdbestattungen und Urnenbeisetzungen sind möglich. Nach Ablauf der Ruhefrist sind weitere Belegungen möglich (Ausnahme Gruft)

Personalisierung: Namentlich

Grabgröße: Regionale Unterschiede; ein- bzw. mehrstellige Wahlgräber sind in der Regel größer als ein Reihengrab bemessen

Charakteristika: Nur Wahlgräber können mehrstellig sein. Der Erwerb des Nutzungsrechtes (satzungsabhängig) ist schon zu Lebzeiten möglich. Das Nutzungsrecht kann verlängert werden. Es besteht die Wahlmöglichkeit der Platzierung innerhalb der Felder mit Wahlgräbern

Grabgestaltung und Grabpflege: Durch den Nutzungsberechtigten oder dessen Erfüllungsgehilfen (Friedhofsgärtner). Es gibt größere Gestaltungsmöglichkeiten als beim Reihengrab

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Reihengrab

Das Reihengrab stammt aus dem Zeitalter der Aufklärung (Epoche im 17. bis 18. Jahrhundert, Denken mit den Mitteln der Vernunft). Die Verstorbenen wurden auf einem Feld in der Reihenfolge ihres Ablebens ohne Ansehen der Person oder der Familienzugehörigkeit bestattet. Das Reihengrab sollte einerseits den unhaltbaren hygienischen Zuständen der Massengräber wehren, andererseits den Pomp der Familiengräber unterbinden. Idee und Realisierung dieser neuen Friedhofslandschaft, die einen steigenden Flächenbedarf mit sich brachte, waren weitgehend von der Frage bestimmt, wie man die Auffindbarkeit des individuellen Grabes mit einer Restriktion des Schmuckbedürfnisses vereinbaren konnte. Später bedeutete die Einführung des Reihengrabes erstmals ein eigenes Grab mit Grabmal für jedermann.

Reihengrab heute:

Synonyme: Einzelgrab, Pflichtgrab

Vergabevoraussetzungen: Nur im Todesfall

Beisetzungsmöglichkeiten: Erdbestattung

Beisetzungen pro Grab: Einzelbestattung

Personalisierung: Namentlich

Grabgröße: Ca. 3 qm, Erdreihengräber müssen in der Länge und Breite mindestens der Größe eines normalen Sarges entsprechen

Charakteristika: Vergabe im Todesfall der Reihe nach für die Dauer der ortsüblich festgelegten Ruhefrist. Es besteht kein Anspruch auf Zuweisung einer bestimmten Lage der Grabstätte. Die Nutzung erlischt nach Ablauf der Ruhefrist, damit besteht ein auf die Dauer der Ruhefrist eingeschränktes Nutzungsrecht. Eine Verlängerung oder Umwandlung in ein Wahlgrab ist nicht zulässig; hohe Belegungsdichte innerhalb eines Grabfeldes

Grabgestaltung und Grabpflege: Durch den Nutzungsberechtigten bzw. dessen Erfüllungsgehilfen (Friedhofsgärtner)

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Grabarten für Aschebeisetzung

Das Christentum lehnte eine Abweichung von der Erdbestattung jahrhundertelang ab, obwohl die Feuerbestattung auf eine noch längere Tradition als die Erdbestattung zurückgeht. Die katholische Kirche erlaubt diese Bestattungsform erst seit Mitte des 20. Jahrhunderts.

Bei der Feuerbestattung wird der Verstorbene in einem dafür vorgesehenen Sarg im Krematorium eingeäschert.

Urnenwahlgrab

Urnenwahlgräber dienen ausschließlich der Urnenbeisetzung und variieren von zwei- bis sechsstelligen Gräbern. Ihre Größe ist deutlich geringer als die der Erdgräber.

Urnenwahlgrab heute:

Synonym: Urnengräber, Urnen-Familiengrab

Beisetzungsmöglichkeiten: Aschebeisetzung in einem dafür vorgesehenen Urnengefäß

Anzahl der Beisetzungen pro Grab: Satzungsabhängig, je Urnenwahlgrab können eine beziehungsweise mehrere Urnen beigesetzt werden

Personalisierung: Namentlich

Grabgröße: Regionale Unterschiede; ca. 0,5 bis 2 m²; ein- bzw. mehrstellige Wahlgräber

Charakteristika: Siehe Erdwahlgrab; Erwerb des Nutzungsrechtes satzungsabhängig vor der Nutzung (zu Lebzeiten) möglich; Nutzungsrecht kann verlängert werden; Wahlmöglichkeiten der Platzierung, große Gestaltungsfreiheit

Grabgestaltung und Grabpflege: Durch den Nutzungsberechtigten bzw. dessen Erfüllungsgehilfen (Friedhofsgärtner)

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Urnenreihengrab

Urnenreihengräber sind das Gegenstück zu den Erdreihengräbern. Sie dienen ausschließlich der Urnenbeisetzung. Ihre Größe ist deutlich geringer als die der Erdgräber.

Urnenreihengrab heute:

Synonyme: Urnengrab, Urnenreihengrab

Vergabevoraussetzungen: Nur im Todesfall

Beisetzungsmöglichkeiten: Aschebeisetzung in einer dafür vorgesehenen Urne

Personalisierung: Namentlich oder namenlos

Anzahl der Beisetzungen: Einzelbestattung

Grabgröße: Ca. 0,5 bis 1 m² , nur eine Urne möglich

Charakteristika: Siehe Erdreihengrab, Vergabe im Todesfall nach Kremation der Reihe nach, zeitlich und räumlich für die Dauer der Ruhefrist; kein Anspruch auf Zuweisung einer bestimmten Grabstätte; das eingeschränkte Nutzungsrecht erlischt nach Ablauf der Ruhefrist. Eine Verlängerung ist nicht zulässig; enge Belegungsdichte innerhalb eines Grabfeldes

Grabgestaltung und Grabpflege: Durch den Nutzungsberechtigten bzw. dessen Erfüllungsgehilfen (Friedhofsgärtner)

Besonderheiten: Eingeschränkte Gestaltungsmöglichkeiten

Gerne informieren wir Sie über alle weiteren regionalen Bestattungsarten in Ihrer Region in einem persönlichen Gespräch.

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