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Ratgeber > Trauerhilfe

TRAUERHILFE

Vom Umgang mit der Trauer

„Den Tod begreifen, damit er am Ende wieder leben lässt”
(nach Virchow)

Durch die Endgültigkeit des Todes einen geliebten Menschen zu verlieren, ist sicher die schmerzhafteste emotionale Ebene des menschlichen Daseins. Auch um das Wissen, dass Leben und Sterben zusammengehören, ist der Verlust eines Menschen zunächst einmal nicht zu begreifen. Während das Leben und der Alltag unaufhaltsam weiterströmen, ist der Weg der Trauer ein anderer. Wie lange er dauert und in welchen Phasen man die Trauer erlebt, ist bei jedem Menschen unterschiedlich. Deshalb ist es wichtig, die Trauer zuzulassen und auch zu zeigen. Das Pflegen von Abschiedsritualen spielt dabei eine große Rolle und kann den Hinterbliebenen, ob aus religiöser oder ganz individueller Sicht, Trost und Halt spenden.

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Der Tod eines Kindes

Wenn Eltern ein Kind verlieren, dann stirbt die Zukunft mit. Der Verlust eines Kindes ist für Eltern besonders schlimm. Nach dem evolutionären Gedanken leben Kinder für einen selbst weiter. Somit wird auch das eigene Dasein infrage gestellt. Ein Kind stirbt immer zu früh, es stirbt vor einem.

Wenn es gelingt, die gewesene Existenz eines Kindes, eines Familienmitgliedes nicht auszuklammern, Gemeinsamkeiten und Rituale zu entwickeln, dann wird der Zusammenhalt die Familie auf diesem traurigen Weg stärken und die Zukunft wieder tragen.

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Kinder trauern anders

„Wie schön muss es erst im Himmel sein, wenn er von außen schon so schön aussieht.”
Astrid Lindgren

Wenn es für Erwachsene schon manchmal unlösbar scheint, ihre Trauer auszuhalten und ihr Raum zu geben, so stellt sich die Trauer für Kinder noch einmal ganz anders dar. Dabei sind gerade sie es, die mit viel Anteilnahme in ihrer individuellen Trauer begleitet werden sollten, damit sie nicht traumatisiert werden und später als Erwachsene ein normales Leben führen können. Trauer ist Schwerstarbeit für Körper und Seele, für Erwachsene und ganz besonders für Kinder. Kinder können noch nicht einordnen, was sie fühlen, den Schmerz und Verlust, den sie verspüren, wenn ein Elternteil oder ein nahestehender Mensche verstorben ist. Das kindliche Wesen setzt die Trauer spielerisch um und kann einem ständigen Wechsel zwischen Lachen, Weinen, Aggression oder totalem Rückzug unterliegen. Auch haben sie in jeder Altersphase eine andere Vorstellung vom Tod. „Sich schuldig fühlen“ ist ein ausgeprägtes Phänomen der Kindertrauer, ebenso die Fantasie, dass der Verstorbene wieder zurückkommt. Bestenfalls stellen sie sich den Verstorbenen als Engel vor, der sie beschützt. Um die Situation begreifbar zu machen, sollte man ihnen mit viel Liebe begegnen und keinen Kinderfragen ausweichen. Kindgerechte Erklärungen in Bildern und Geschichten fördern kreative Prozesse. Sie schreiben dann vielleicht ein Gedicht für Papa oder drücken sich in Kinderzeichnungen aus. Daneben kann das Einhalten von Ritualen wie Besuche am Grab oder Kerzen anzuzünden helfen, mit den Gefühlen umzugehen. Denn wenn Trauer vermieden wird, sind viele Betroffene ihr Leben lang an die Vergangenheit gebunden.

Trauer braucht einen Ort und Rituale

„Die Erinnerung ist das einzige Paradies, woraus wir nicht vertrieben werden können.”
Jean Paul

Nicht nur Trauerbegleiter haben ein Bewusstsein dafür entwickelt, dass Rituale in der Trauer trösten und heilende Kräfte freisetzen können. Die symbolischen Handlungen heben sich aus dem Alltag heraus und schaffen Freiräume für die ganz persönlichen Emotionen. Dabei ist auch das liebevoll bepflanzte Grab ein Denkmal, ein Ort der Erinnerung, an dem die trauernden Menschen dem Verstorbenen nah sein können.

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